Die erste Frage, die sich jeder stellen wird, der in den Börsenhandel einsteigen will, ist wohl, was denn eine Aktie überhaupt ist.
Hier lässt sich grundsätzlich sagen, dass eine Aktie ein Anteilsschein an einer
Aktiengesellschaft ist. Eine Aktiengesellschaft (AG) ist wiederum eine Rechtsform, die
insbesondere für größere Unternehmen attraktiv ist, weil sie sich so über Ausgabe neuer Aktien am Kapitalmarkt relativ
leicht Geld beschaffen können, welches sie zur Expansion des Unternehmens benötigen.
Wenn Sie nun Aktien erwerben, werden Sie zum Aktionär des jeweiligen Unternehmens und
damit zum Eigentümer eines bestimmten Anteils des Unternehmens.
Dazu folgendes Beispiel: Ein Unternehmen hat insgesamt eine Million Aktien ausgegeben. In Ihrem Depot liegen davon 100 Stück. Dann besitzen Sie ein Zehntausendstel des Unternehmens.
Das Kapital, das sich das Unternehmen durch die Ausgabe der Aktien beschafft hat, stellt das Eigenkapital des Unternehmens dar. Im Gegensatz dazu steht das Fremdkapital, das sich das Unternehmen in Form von Krediten oder Anleihen beschafft.
Da alle Aktionäre also Miteigentümer und nicht Gläubiger sind, tragen Sie zwar die Risiken
des Unternehmens, teilen aber auch dessen Gewinne.
Wenn das Unternehmen Gewinne einfährt, mehrt sich im gleichen Umfang auch Ihr
eingesetztes Kapital. Diese Gewinne werden vom Unternehmen entweder reinvestiert oder in
Form einer Dividende zumindest zum Teil an die Aktionäre ausgezahlt.
Sie können also an Ihrer Investition entweder in Form dieser Dividende profitieren oder aber
durch den Kursgewinn der Aktie, der mit dem Gewinn des Unternehmens korelliert (aber
eben nicht nur, sondern u.a. auch mit den Erwartungen an das Unternehmen usw., dazu mehr
im Kapitel „Wie sich die Kurse bilden“). Umgekehrt mindert sich Ihr Geld im Fall eines
Verlustes, was das Risiko darstellt.
Außerdem haben Sie als Miteigentümer des Unternehmens ein Mitspracherecht bei Unternehmensentscheidungen, indem Sie auf der Hauptversammlung Ihr Stimmrecht nutzen oder von Ihrer Depotbank ausüben lassen.